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Schutz vor der Grippe: Warum ein kleiner Stich Leben retten und ernsthafte Folgeerkrankungen vermeiden kann

Hamburg, 13. September 2012. Zu Beginn dieser Woche schwitzten wir bei 30 Grad im Freien – wer denkt da an Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen? „Die Grippesaison steht bereits vor der Tür,“ warnt Dr. Tomas Stein, Ärztlicher Direktor und Kardiologe am Diagnostik Zentrum Fleetinsel Hamburg. „Und wie es aussieht, wird Deutschland in diesem Jahr eine starke Grippewelle erleben.“ Grund für die Prognose sind Daten aus Ländern der Südhalbkugel, die derzeit mitten in der Grippesaison stecken und teilweise doppelt so viele Erkrankungen verzeichnen wie im Vorjahreszeitraum. „Wichtig ist, eine Grippe nicht als harmlos einzustufen“, so Dr. Stein. „Denn wer mit Influenza-Viren infiziert ist, kann wochenlang bettlägerig sein und gefährliche Folgeerkrankungen erleiden. Den besten Schutz bietet eine rechtzeitige Grippeimpfung.“

Was ist eine echte Grippe?

„Den Unterschied macht die Virengattung: Während eine Erkältung oder ein grippaler Infekt durch harmlose Viren verursacht werden, wird eine echte Grippe durch die Influenzaviren A oder B ausgelöst“, erklärt Dr. Stein. „Die echte Grippe ist eine schwere Krankheit, die erhebliche Risiken birgt und mit plötzlich auftretendem hohen Fieber und starken Kopf- und Gliederschmerzen einhergeht. Innerhalb kürzester Zeit werden die Betroffenen regelrecht außer Gefecht gesetzt.“

Wie lange dauert eine Grippe und hilft ein Antibiotikum?

„Wenn die Grippe einen normalen Verlauf nimmt, dauert sie rund zwei Wochen“, so Dr. Stein. „Auf jeden Fall sollten Betroffene einen Arzt einschalten – er wird ihnen Medikamente zur Linderung der Beschwerden empfehlen. Wenn die Grippe noch im Anfangsstadium ist, helfen spezielle Grippemittel. Sie dämmen die Ausbreitung der Viren im Körper ein. Ein großer Irrtum ist jedoch, dass bei einer Grippe eine Antibiotikum-Einnahme sinnvoll ist. Antibiotika wirken nur gegen Bakterien, die Grippe wird durch Viren verursacht. Kommt es aber im Verlauf einer Grippe zu einer sogenannten Sekundärinfektion1 mit Bakterien, sind Antibiotika einzunehmen, die der Arzt verschreiben muss.“

Welche Komplikationen können bei einer Grippe auftreten?

„Wer ein geschwächtes Immunsystem hat, zum Beispiel durch chronische Erkrankungen, ist besonders gefährdet“, erläutert Kardiologe Dr. Stein. „Hier kann es beispielsweise im Rahmen einer Sekundärinfektion zu Lungenentzündungen oder Entzündungen des Herzmuskels kommen. Das betrifft auch Patienten, die eine Grippe nicht richtig auskurieren. Deshalb muss es oberste Priorität haben, sich erst nach vollständiger Genesung wieder körperlich anzustrengen. Das gilt für Sport, aber auch für die kleinen Aktivitäten des Alltags: der Sprint zum Bus, Einkäufe im Supermarkt, Treppensteigen, Hausputz oder Ähnliches.“ Ist der Herzmuskel angegriffen, kann er nicht mehr richtig arbeiten, Herzrhythmusstörungen folgen – und  unbehandelt kann eine Myokarditis2 tödlich enden. In der Regel treten die ersten Symptome einer Herzmuskelentzündung, ein unregelmäßiger Herzschlag, ein bis zwei Wochen nach der Infektion auf. Hier ist der Gang zum Facharzt unbedingt notwendig.

Kann man einer Grippe vorbeugen?

 

„Um das Risiko einer Infektion mit Influenza-Viren zu reduzieren, ist regelmäßiges Händewaschen sicherlich sinnvoll, aber nicht ausreichend“, weiß Dr. Stein. „Eine Grippe wird über Tröpfchen übertragen, also beim Sprechen, Niesen, Husten. Deshalb ist der beste Schutz immer noch eine Impfung.“

Wer sollte sich impfen lassen und gibt es Nebenwirkungen?

„Eine Impfung empfiehlt sich insbesondere für ältere Menschen, Kinder und Säuglinge sowie Menschen mit einem geschwächten Immunsystem“, sagt Dr. Stein. „So lauten auch die Richtlinien der Ständigen Impfkommission am Berliner Robert-Koch-Institut. Auch ich lege eine Grippeimpfung älteren oder immungeschwächten Menschen ans Herz, Vielfliegern und denjenigen, die viel mit Bus und Bahn unterwegs sind. Denn sie schützt bestmöglich vor einer Erkrankung und den möglichen Folgen.“ In der Regel ist eine Grippeimpfung auch gut verträglich. Der Arm kann an der Einstichstelle rot werden, möglich ist zudem eine empfindlichere Immunabwehr kurz nach der Impfung. Deshalb sollte man im Anschluss zwei Tage lang Infektionsquellen meiden und sich nicht stark körperlich anstrengen.

Wann sollte man sich impfen lassen?

„Da der vollständige Impfschutz erst nach 14 Tagen erreicht ist, sollte die Impfung rechtzeitig vor dem Auftreten der ersten Grippefälle erfolgen“, rät Dr. Stein. „Also am besten jetzt Mitte oder Ende September. Ausreichende Impfdosen sind bereits vorhanden.“


1 Sekundärinfektion: Infektion, zum Beispiel mit Bakterien, die auf eine Virusinfektion folgt, weil das Immunsystem durch die Primärinfektion bereits geschwächt ist
2 Myokarditis: Entzündliche Erkrankung des Herzmuskels mit möglicherweise lebensgefährlichen Herzrhythmusstörungen und dem Risiko eines plötzlichen Herztods. 

 

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