Termin vereinbaren:
040/36 97 29-0 Kontakt

Pressemeldungen


© Diagnostik Zentrum Fleetinsel Hamburg

Gastroenterologe Dr. Thomas Meier erklärt die gefährliche Erkrankung mit dem EHEC-Erreger und gibt wertvolle Tipps zum Schutz

Hamburg, 23. Mai 2011. EHEC steht für entero-hämorrhagische Escherichia Coli (E. coli). Diese Keime sind eine besonders gefährliche Form der E. coli-Bakterien, denn sie bilden schädliche Toxine. Sie können das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) auslösen – eine Krankheit, die zu akutem Nierenversagen führen kann. Aktuell häuft sich die Zahl der meldepflichtigen Infektion mit dem EHEC-Erreger insbesondere in Norddeutschland. Eine Ansteckungsquelle wurde noch nicht entdeckt. Im Verdacht liegt die Übertragung durch den Genuss von rohem Gemüse, rohem Fleisch oder Rohmilchkäse. Dr. Thomas Meier, Gastroenterologe am Diagnostik Zentrum Fleetinsel, beantwortet die wichtigsten Fragen:

Wo kann ich mich anstecken?

„Die Erreger leben im Darm von Säugetieren, folglich werden sie über den Kot der Tiere übertragen. Rohe Fleischprodukte oder andere Lebensmittel, die mit dem Keim verunreinigt sind, können ein Ansteckungsherd sein.“

Wie kann ich Gemüse, Fleisch und Rohmilchprodukte nun sorgenfrei genießen?

„Das A und O ist, dass Verbraucher auf die richtige Küchenhygiene achten: Es gilt, Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich zu waschen, Fleisch gut durchzugaren und Rohmilchprodukte vorerst zu meiden. Außerdem ist es ratsam, Küchengeräte, mit denen zum Beispiel Gemüse oder Fleisch zerkleinert wurde, sorgfältig zu reinigen – am besten in der Spülma-schine. Auch die Küchenarbeitsfläche sollte regelmäßig gesäubert werden. Denn Bakterien vermehren sich gerade bei Wärme sehr schnell.“

Wie kann ich mich im Alltag schützen?

„Da auch der Mensch die Bakterien überträgt, ist eine intensive Händehygiene unabdingbar: Waschen Sie sich regelmäßig ihre Hände, insbesondere nach der Toilettennutzung, am be-sten mindestens 30 Sekunden lang mit Seife und warmem Wasser – ein handelsübliches Händedesinfektionsmittel ist eine sehr gute Ergänzung. Achten Sie darauf, dass sich auch Ihre Kinder regelmäßig die Hände waschen und dass die Kleinen den Kontakt beispielsweise mit Streichelzoo-Tieren derzeit meiden.“

Was tun, wenn ich jetzt plötzlich Bauchschmerzen und/oder Durchfall bekomme?

„Geraten Sie nicht in Panik, denn dies muss nicht zwangsläufig eine Infektion mit dem EHEC-Erreger sein. Suchen Sie jedoch unverzüglich einen Arzt auf oder fahren Sie in ein Krankenhaus. Eine Stuhlprobe gibt Klarheit über die Art der Erkrankung.“

Welche Beschwerden sind kennzeichnend?

„Starke Bauchschmerzen einhergehend mit Übelkeit, fleischwasserfarbigem oder blutigem Durchfall sind die Symptome einer Ansteckung mit dem EHEC-Erreger.“

Wie verläuft eine Therapie?

„Betroffene werden symptomatisch behandelt, zum Beispiel mit Infusionen, um den Flüssig-keits- und Mineralstoffverlust auszugleichen. Eine Therapie mit einem Antibiotikum könnte die Bakterienausscheidung verlängern und die Toxinbildung vermehren, deshalb wird auf ein Antibiotikum verzichtet. Besonders gefährdet, das HUS zu erleiden, sind vor allem Kleinkin-der und ältere Personen, deren Immunsystem schwach ist. Sie erhalten eine besondere Be-obachtung während der Erkrankung. Im schlimmsten Fall muss ein HUS mit Blutwäsche und Bluttransfusionen behandelt werden.“

 

Meldung als pdf herunterladen

Termin vereinbaren:

040/369729-0

Kontakt

Pressekontakt

Pia Stein, Geschäftsführung
Telefon 040-3697290

pia.stein(at)diagnostik-zentrum.de

PR-Agentur
Achtung! GmbH
Stephanie Schrenk
Senior Account Manager
Telefon 040-450210-745
stephanie.schrenk(at)achtung.de