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Leisure Sickness: Warum der Körper schlapp macht, sobald die Erholungsphase beginnt

Hamburg, 22. Juni 2011. Wer beruflich wochenlang auf Hochtouren läuft, wird gerade in den ersten Urlaubstagen häufig krank. Während sich die einen mit pochender Migräne im verdunkelten Zimmer einigeln, hüten die anderen mit fiebrigen Erkältungen oder Magenbeschwerden das Bett. Diese Reaktionen sind wissenschaftlich belegt: „Der Körper fährt die Immunabwehr auf ein Höchstniveau, wenn er unter Stress steht“, erklärt Dr. Tomas Stein, ärztlicher Direktor und Kardiologe am Diagnostik Zentrum Fleetinsel Hamburg. „Fällt der Stress ab, fährt der Körper die Produktion der Abwehrzellen abrupt herunter, sodass sich Krankheitserreger ungehindert Zutritt verschaffen können.“

Neben der Immunabwehr, die in der Freizeit häufig unter Normalniveau fällt, ist bei vielen Menschen sogar das gesamte vegetative Nervensystem angegriffen: Ihr Blutdruck steigt, sie leiden unter Schlafstörungen, schwitzen übermäßig, sind kurzatmig und müssen ständig zur Toilette. Gehen die Leidgeplagten mit diesen Symptomen zum Arzt, wird dieser in der Regel nicht fündig. „Schuld sind Sympathikus und Parasympathikus im menschlichen Gehirn“, so Dr. Stein. „Während der Sympathikus in Zeiten hoher Anspannung aktiv wird und den Körper mit mehr Sauerstoff und Energie versorgt, fährt der Parasympathikus den Körper in Zeiten der Entspannung wieder herunter. Ist dieses Zusammenspiel jedoch gestört, fühlt sich der Betroffene auch im eigentlichen Ruhezustand stets gehetzt und unter Druck.“

Anleitung zum Urlaubsglück: Gegen das Nichtstun und für moderates Aktivsein

Wer die folgenden Experten-Tipps langfristig beherzigt, kann das Auftreten der „Freizeit-Krankheit“ vermeiden und die schönsten Wochen des Jahres rundum erholt genießen:

1. Bauen Sie sich ein paar Tage Puffer ein. „Direkt vom Schreibtisch in den Urlaub zu starten, ist kontraproduktiv“, erklärt Dr. Stein. „Bereits die Anreise wird so zu einem Stressfaktor und ein entspannter Start in den Urlaub ist nicht mehr möglich. Am besten Sie bleiben noch ein oder zwei Tage zu Hause, packen in Ruhe und planen entspannt Ihre Urlaubshighlights. Auch nach Reiserückkehr sollten Urlauber nicht sofort wieder arbeiten, sondern ihrem Körper ein oder zwei Tage Zeit geben, um sich zu akklimatisieren.“

2. Vermeiden Sie Erlebnisstress im Urlaub. „Viele Menschen packen die eigentliche Erholungszeit mit einem Rund-um-die-Uhr-Programm voll oder stellen sich abenteuerlichen sportlichen Herausforderungen“, weiß Dr. Stein. „Diese Menschen können nicht loslassen, sie stehen ständig unter Volldampf – was einem Suchtverhalten ähnelt. Wer jedoch schon im Berufsalltag mit Stresssymptomen zu kämpfen hat, sollte diesen Erlebnisstress dringend vermeiden. Sonst wird das Stresshormon Cortisol gar nicht oder nur sehr langsam vom Körper abgebaut, sodass der Urlauber keinerlei Erholungseffekt aus seiner Job-Auszeit schöpft.“

3. Integrieren Sie regelmäßigen „Urlaub“ in Ihre Arbeitswoche. „Viele Menschen arbeiten weit mehr als 40 Stunden wöchentlich und haben wenig Zeit, regelmäßige Erholungsphasen in ihren Berufsalltag einzubauen“, weiß Dr. Stein. „Aber hier gilt es, kreativ zu werden und bewusst abzuschalten: Gönnen Sie sich jeden Tag kurze Momente der Ruhe, zum Beispiel beim Musikhören vor dem Einschlafen, beim gemütlichem Zusammensein mit der Familie, einem Abendessen mit Freunden der einfach einem guten Film. Mehr Achtsamkeit für den eigenen Körper und Geist ist wichtig – ohne dabei ein gesundes, maßvolles Bewegungsprogramm aus den Augen zu verlieren. Der Organismus dankt es Ihnen bereits, wenn Sie täglich eine halbe Stunde spazieren gehen oder Rad fahren.“

 

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