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Urlaub ohne Magen-Darm-Probleme: 7 Maßnahmen gegen Reisedurchfall

Hamburg, 11. August 2014. Während die einen über die Hafenpromenade flanieren, sitzen die anderen gekrümmt auf dem Hotel-WC: Übelkeit, Bauchschmerzen und Durchfall haben schon so manchen Urlauber die Erholung gekostet. Unter der umgangssprachlich „Montezumas Rache“ genannten Reisediarrhö leiden je nach Reiseziel zehn bis 80 Prozent der Urlauber. „Der Reisedurchfall wird durch verschiedene Darmbakterien verursacht“, erklärt Dr. Thomas Meier, leitender Gastroenterologe am Diagnostik Zentrum Fleetinsel Hamburg (DZF). „Gerade Reisende in ferne Länder, zum Beispiel in die Tropen, sind häufig davon betroffen. Aber auch Urlauber in Deutschland oder Europa haben oft Probleme mit der Verdauung.“ Woher die unliebsamen Magen-Darm-Torturen im Urlaub rühren und wie man sich am besten davor schützt, erklären Dr. Meier und der Ernährungsmediziner am DZF Dr. Andreas C. Pauly.

„Besonders hoch ist das Risiko in Lateinamerika, Afrika oder Asien“, weiß Dr. Meier. „Der Grund dafür sind die anderen Hygienestandards kombiniert mit der Wärme, sodass Durchfallerreger sich sehr gut vermehren können. Alleine das Leitungswasser ist dort oft mit Keimen belastet, sodass auch Salat sowie rohes Obst und Gemüse, das damit abgewaschen wird, voll mit Bakterien sind. Die häufigsten Erreger des Reisedurchfalls sind sogenannte enterotoxinbildende Stämme des Bakteriums Escherichia coli.“ Wer im Lande oder innerhalb Europas bleibt, ist ebenfalls nicht vor Magen-Darm-Infekten gefeit. „Für viele Menschen ist es die Umstellung, die ihnen zu schaffen macht“, erklärt Dr. Meier. „Schon kleinste Veränderungen bringen unseren Darm, der ein ,Gewohnheitstier’ ist, aus dem Gleichgewicht und sorgen für Durchfall oder Verstopfung.“ Ein anderer Tagesrhythmus, ungewohnte Speisen und fremde Toiletten lassen den Darm dann rebellieren.

1. Gekocht, gebraten, geschält: Sicher essen in südlichen Ländern

„Da die Bakterien nur durch die Hitze beim Kochen oder Braten abgetötet werden, sollte man auf Rohkost, Salate, Speiseeis sowie Eiswürfel in Getränken verzichten“, rät Dr. Andreas C. Pauly. „Auch beim Obst gilt es, vorsichtig zu sein. Hier empfehle ich, nur geschälte Früchte zu verzehren und Zitronenscheiben in Getränken abzulehnen.“

2. Zum Waschen und Putzen: Mineralwasser als Vorsichtsmaßnahme

„Um sich bestmöglich zu wappnen, kauft man am besten ausreichend originalverpacktes Mineralwasser, um damit Obst abzuwaschen oder es zum Zähneputzen zu benutzen“, so Dr. Pauly. „Gerade für Kinder, Senioren und Diabetes-Betroffene sind Schutzmaßnahmen wichtig, denn bei ihnen ist eine mögliche Dehydrierung durch Durchfall besonders gefährlich.“

3. À la Carte statt Buffet: „Nein“ zu lauwarmen Speisen

„Die variationsreichen Hotelbuffets sind verlockend, aber sie bergen Gefahren“, warnt Dr. Pauly. „Denn Speisen, die über lange Zeit stehen und warmgehalten werden, verderben schnell und sind ein Eldorado für Bakterien. Außerdem ist das Kontaminationsrisiko umso höher, je häufiger Lebensmittel berührt werden – und an einem Buffet tummeln sich ja bekanntlich unzählige Gäste, die nicht alle auf Hygiene achten. Wer also auf Nummer sicher gehen möchte, bestellt sich lieber etwas von der Karte.“

4. Waschpflicht: Saubere Hände dank Seife

„Leider lauern Fäkalbakterien nicht nur auf Toiletten und in Wachräumen, sondern auch überall dort, wo viele Menschen zusammenkommen, beispielsweise in Restaurants, Bars und Geschäften“, erklärt Dr. Pauly. „Deshalb ist es das A und O im Urlaub, sich regelmäßig und häufiger als normal die Hände gründlich mit Seife und warmem Wasser zu waschen.“

5. Alkohol in Maßen: Kein Schutz durch Promille  

„Wer glaubt, durch Schnäpse oder Bier die Bakterien im Darm abtöten zu können, liegt falsch“, sagt der Ernährungsmediziner. „Im Gegenteil: Alkohol ist ein Zellgift. Er greift unter anderem die Magenschleimhaut an, verursacht Sodbrennen und seine Abbauprodukte schädigen die Darmwand. Zwar tötet Ethanol als Antiseptikum Bakterien ab – außerhalb des Körpers – aber erst ab einer Konzentration von 90 Prozent. Für Menschen wäre dies tödlich.“

6. Behandlung: Was tun, wenn’s brennt?

„Wer unter Reisedurchfall leidet, muss seinen Elektrolythaushalt schnellstens wieder ins Gleichgewicht bringen“, rät Dr. Pauly. „Am besten, indem er viel Mineralwasser und dünne Brühe trinkt sowie Salzstangen und geschälte, geriebene Äpfel oder Zwieback isst. Zudem ist der Verzicht auf fettige und schwer verdauliche Speisen sowie Alkohol und Koffein wichtig.“ Wer sich selbst eine Elektrolytlösung herstellen möchte: ein Liter abgekochtes Wasser, ein Glas Orangensaft, fünf Esslöffel Zucker und ein bis zwei Esslöffel Salz.

7. Medikamente gegen Durchfall: Vorsicht vor der „Unterdrückung“

„Medikamente, die den Durchfall unterdrücken, verschaffen den Keimen Zeit, sich im Darm zu vermehren oder in die Darmwand einzudringen“, erklärt Dr. Thomas Meier. „Das kann die Beschwerden verschlimmern. Wer unter blutigem oder fieberhaftem Durchfall leidet, sollte auf gar keinen Fall solche Medikamente einnehmen. Dann ist die Untersuchung durch einen Arzt erforderlich – ebenso, wenn der Durchfall nach fünf Tagen noch nicht abgeklungen ist.“

 

Ärztliche Stoffwechsel- und Ernährungsberatung am Diagnostik Zentrum Fleetinsel:

Dr. Andreas C. Pauly, Facharzt für Naturheilverfahren und Ernährungsmedizin, bietet als Ergänzung zum Medical Check-Up eine persönliche Beratung mit individuellem Ernährungsplan an. Dabei werden Wünsche nach Gewichtsreduktion ebenso wie Allergien, Stoffwechselerkrankungen, Erkrankungen der Verdauungsorgane oder andere chronische Beschwerden beachtet. Leistungsumfang: Computergestützte Auswertung eines 7-tägigen Ernährungsprotokolls, persönliches Anamnesegespräch und Ernährungsberatung ggf. mit Empfehlungen für eine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten, individueller Bericht zum Beratungstermin, Erstellung eines persönlichen Ernährungsplans, Vorstellung gesunder Ernährungsalternativen und bei Bedarf persönliches Coaching bei der Gewichtsreduktion über einen längeren Zeitraum.

 

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