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Defizite im Gesundheitsbewusstsein

Hamburg, 10. Juni 2013. Um die Gesundheit der Deutschen steht es schlecht – das ?offenbarte jetzt wieder die kürzlich vorgestellte Studie DEGS des Robert-Koch-Instituts. Dass aber für ein Umsteuern zu aktiver Gesundheitsvorsorge in der Bevölkerung noch viel Aufklärungsbedarf besteht, zeigt jetzt das Diagnostik Zentrum Fleetinsel Hamburg. Das Institut hat das Vorsorgeverhalten der Deutschen erstmalig in einer repräsentativen Umfrage ermittelt: Dem deutschen Vorsorgereport. Bereits 43 Prozent der Deutschen nutzen demnach regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen. Die Studie zeigt allerdings noch große Defizite im Vorsorgeverhalten der Befragten: Über 50 Prozent ergreifen zwar allgemeine Maßnahmen der Gesunderhaltung, nehmen jedoch keine medizinischen Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch.

Mangelnde Aufklärung: Wissen über konkrete Präventionsangebote fehlt

Für Dr. Tomas Stein, ärztlicher Direktor und Kardiologe am Diagnostik Zentrum Fleetinsel Hamburg, ist der erste Schritt zu einer angemessenen Gesundheitsvorsorge noch nicht ?getan: Während grundlegende Maßnahmen der Gesunderhaltung wie bewusste Ernährung und Sport in der Bevölkerung bekannt sind, fehlt dieses fundamentale Wissen bei konkreten Präventionsangeboten. Jeder vierte Deutsche kennt die ihm zur Verfügung stehenden ?Vorsorgeleistungen wie Darmkrebsvorsorge oder Rundum-Gesundheits-Checks nicht. Die Folge: Noch immer meiden 57 Prozent der Deutschen gesetzliche sowie private Vorsorgeuntersuchungen. Für Dr. Stein ist die Unkenntnis auf mangelnde Aufklärung zurückzuführen. Er sieht viel Entwicklungsbedarf: "Die Gesundheit ist unser wertvollstes Kapital. Wir müssen viel aktiver werden, um sie zu schützen."

Deutschlands Vorsorge-Agenda: Diese Gesundheitsleistungen stehen hoch im Kurs

Sind die Leistungen bekannt, führt dieses Wissen durchaus zu einer aktiven Gesundheitsvorsorge. Dies zeigt sich beim Thema Zahngesundheit: 44 Prozent gehen regelmäßig zur professionellen Zahnreinigung. Den Rundum-Gesundheits-Check-Up, der anhand von Untersuchungen wie dem großen Blutbild, EKG und einer körperlichen Untersuchung mit Blutdruckmessung umfassend den Gesundheitsstand abbildet, macht hingegen nur jeder Dritte. Mit zunehmendem Alter – allerdings bei weitem nicht in ausreichender Zahl – wird die Vorsorgeleistung vermehrt genutzt: Rund 35 Prozent der Befragten von 36 bis 45 Jahren und 42 Prozent der 46- bis 55-Jähringen nutzen ihn. Spitzenreiter sind die 56- bis 65-Jährigen, immerhin jeder Zweite lässt sich regelmäßig auf Herz und Nieren prüfen.

Dieses Phänomen zeigt sich auch bei Einzeluntersuchungen: Die Mehrzahl der Deutschen scheut Vorsorgeuntersuchungen. Auffällig ist das in der Gruppe der 56- bis 65-Jährigen, die für alle Präventions-Untersuchungen berechtigt sind: Männer meiden besonders die Darmspiegelung (51 Prozent) und das Hautkrebs-Screening (46 Prozent). Bei den Frauen sieht es nicht viel besser aus: 59 Prozent verzichten auf ein Hautkrebs-Screening. Sogar zwei Drittel der Frauen nehmen die Darmspiegelung nicht in Anspruch – und riskieren damit die Entstehung von Darmkrebs durch Polypen.

Die Gesundheit ist es wert: So zahlen die Deutschen für Gesundheitsleistungen

Stellt sich die Frage: Was ist den Deutschen die eigene Gesundheit wert? Zumindest für Sportangebote geben immerhin 62 Prozent und für Equipment 70 Prozent Geld aus. Bei den meisten Gesundheitsleistungen hingegen hält sich die Zahlfreude der Deutschen in Grenzen: Für private Vorsorgeuntersuchungen zahlen 57 Prozent nicht, bei privat bezahlten Gesundheitsprogrammen wie Stress-Bewältigung, Ernährungsberatung oder Raucherentwöhnung nehmen nur 30 Prozent jährlich Geld in die Hand. Hier fordert Dr. Stein ein Umdenken: ?"Gesundheit ist eine ganzheitliche Aufgabe, die über bloße Fitness hinausgeht. Wer dauerhaft gesund bleiben möchte, sollte nicht bei nachweislich wirksamen Vorsorgeuntersuchungen sparen."

Erst, wenn es zwickt: Warum viele den Gang zur Vorsorgeuntersuchung scheuen

Stein sieht noch weitere Gründe für die mangelnde Vorsorgebereitschaft: „Wenn sie zur ?Vorsorge gehen, schwingt bei vielen die Angst mit, dass etwas gefunden wird.“ Dies bestätigt sich im Vorsorgereport. 55 Prozent der Deutschen gehen erst zum Arzt, wenn sie Beschwerden haben. Besonders ausgeprägt ist  dieses Verhalten in der jüngsten Altersgruppe: Für rund 67 Prozent der 25- bis 35-Jährigen ist Krankheit der einzige Grund einen Arzt aufzusuchen. Diese Denkweise nimmt mit steigendem Alter ab, obwohl es auch unter den 56- bis 65-Jährigen noch 45 Prozent sind. Neben dem Alter hängt die Vorsorgebereitschaft mit ?Einkommen und Versicherungsstatus zusammen.

Über den Vorsorgereport:
Der Vorsorgereport des Diagnostik Zentrum Fleetinsel ist die erste repräsentative Umfrage zur Präventionskultur in Deutschland überhaupt. Die Mediziner des Diagnostik Zentrum verstehen sich seit Jahren als Botschafter einer verantwortungsvollen Gesundheitsvorsorge und haben mit dem Präventions-Spiegel die erste und bisher einzige Langzeitstudie veröffentlicht, die klar den medizinischen Nutzen einer regelmäßigen Vorsorge belegt. Mit dem Vorsorgereport erweitert das Zentrum sein Engagement. Dafür beauftragte es das Marktforschungsunternehmen mafo.de. Die Studie ermittelte die Wahrnehmung von Gesundheitsthemen innerhalb der deutschen Bevölkerung. Mittels eines Online-Fragebogens erhob mafo.de die Antworten von 1.038 Befragten im Alter von 25 bis 65 Jahren. Die Erhebung erfolgte vom 4. bis zum 15. Februar 2013.

 

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